
18 Musiker, 7 riesige Bildschirme. beyond vision ist die Verbindung von Musik und Film – nicht nur Musik mit grafischer Unterstützung, auch nicht nur Film mit Filmmusik. Gemeinsam erzählen beide Medien eine abstrakte Geschichte, wie sie es jeweils allein nicht könnten.
Auf der Bühne sind je zwei Streichquartette und –quintette des renommierten Stuttgarter Kammerorchesters um die sieben großen Bildschirme gruppiert. Durch diese Bildschirme sieht der Zuschauer Ausschnitte eines großen, gedachten Gesamtbildes.
Hier ein kurzer Trailer zu beyond vision - noch mit einem Modell, da erst zur Premiere das ganze Orchester und die Installation aufeinander trafen und die Aufnahmen von dann noch in der Nachbearbeitung sind.
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Die Bildsprache aus Objekten, Symbolen und Metaphern ist mehrdeutig und geheimnisvoll - eine surreale Traumwelt als sichtbare Beschreibung der unsichtbaren Handlung. Sie lässt Raum für eigene Assoziationen, denn es ist der Betrachter, der das eigentliche Bild erschafft. Sein Blick muss auf eine ganz andere Art erkennen als bisher.
Die Musik hilft bei der Deutung des Gesehenen. Als 18-stimmig solistische Komposition verdeutlicht sie die unterschiedlichen Stimmungen. Die Musiker transportieren Ideen und Erfahrungen, die bildlich nicht darstellbar sind. Sie füllen die Leerräume zwischen den Bildschirmen und machen das Unsichtbare hörbar.
beyond vision entstand in Zusammenarbeit von mir, Erik Schneider, Widemusic und dem Stuttgarter Kammerorchester. Ca. zwei Jahre haben wir an diesem Projekt gearbeitet, was nicht zuletzt an den aufwändigen Videoinhalten liegt. Fast sieben Stunden hochaufgelöste und effektlastige Inhalte mussten für beyond vision produziert werden. Die abstrakten Motive verlangten sowohl nach „klassischen“ Spezieleffekten wie blutenden oder explodierenden Gegenständen, als auch nach extremen Zeitlupenaufnahmen und intensiver Nachbearbeitung um aufgenommene Bilder zu neuen Kompositionen zu kombinieren. Handlungen, die sich über sieben Bildschirme erstrecken, mit nur einer Kamera aufzunehmen war eine weitere große Herausforderung.
Die Premiere fand am 3. Dezember 2008 in Stuttgart statt, gefolgt von einer Tournee über Wolfsburg (Phaeno), Frankfurt (Museum für Kommunikation) und Karlsruhe (Zentrum für Kunst und Medientechnologie).
"Die Nachbearbeitung freilich verwandelt die Aufnahmen aus dem Weltkriegsbunker in eine vollkommen zeit- wie ortlose Traumlandschaft, in welcher mal Wassermassen auf die Zuschauer einstürzen, mal rätselvolle biomorphe Gebilde im nachtschwarzen Nirgendwo schweben. Die insgesamt sieben Monitore, die ein zentraler Computer dirigiert, zeigen auch nicht einen einzigen Film. Wie die Musiker spielen auch die Bildschirme ihr je eigenes Programm durch, das aber so aufeinander abgestimmt ist, dass der Eindruck entsteht, man sehe die Ausschnitte eines monumentalen Gesamtpanoramas."
- Stuttgarter Zeitung, 15. August 2008, Seite 9
"Im phaeno wurde gestern Abend - auf musikalisch wunderbare, wundersame Weise - Unmögliches möglich, wurde Unsichtbares hörbar, schafften Klänge und Bilder Visionen in den Köpfen der Zuhörer. "beyond vision" war magisch."
- Wolfsburger Nachrichten, 9. Dezember 2008, Seite 27
Mittwoch, 3. Dezember, 21:00 (Premiere)
Freitag, 5. Dezember, 19:00 und 21:00
Karten: Kulturgemeinschaft Stuttgart
Tel. 0711 22477-15
Eintritt: 35 €/18 € (ermäßigt)
Montag, 8. Dezember, 20:00 Uhr
Karten: vor Ort und Abendkasse
Eintritt: 20 €/15 € (ermäßigt)
Dienstag, 9. Dezember, 20:00 Uhr
Karten: vor Ort und Abendkasse
Eintritt: 20 €/15 € (ermäßigt)
Mittwoch, 10. Dezember, 19:00 und 21:00 Uhr
Karten: vor Ort und Abendkasse
Eintritt: 20 €/15 € (ermäßigt)