Filmkritik: Kaboom

Smith (Thomas Dekker) ist Student und genießt als Bisexueller alle Facetten des Hochschullebens. Doch seit einiger Zeit plagt ihn ein merkwürdiger Traum und kurz darauf bedrohliche Visionen.

Kaboom stellt man sich am besten wie Donnie Darko vor, nur mit viel mehr Sex. Er beginnt noch relativ harmlos und beginnt dann eine zunehmend abgefahrene, surreale Atmosphäre zu versprühen. Diese Atmosphäre funktioniert auch wunderbar und wird auch nicht durch die zahlreichen coolen Sprüche und sonstigen Komikeinlagen gestört. Im Gegenteil – diese sind sehr erfrischend.

Optisch zeichnet sich Kaboom durch einen sehr bunten, fast schön grellen und meist künstlichen Look aus. Zudem wirkt es oft so, als sei eine Video-Kamera benutzt worden. Das sieht dann zwar nicht ganz so schön aus, aber man verzeiht es dem Film.

Von dem offensichtlichen Vorbild Donnie Darko unterscheidet sich Kaboom nicht nur durch die explizite Sexualität. Während ersterer zwar auch zum Ende hin ziemlich abhebt, bleibt er dabei jedoch noch relativ bodenständig. Und wenn ich Donnie Darko im Vergleich als bodenständig bezeichne, kann man sich schön vorstellen, wie sehr Kaboom am Ende jeglichen Bezug zur Realität verliert.

Aber das macht nichts. :) Es ist mir ein Rätsel, wie dieses Ende funktionieren kann, aber es tut es. Vielleicht liegt es am Placebo-Soundtrack. :)

Übrigens: Hauptdarsteller Thomas Dekker spielte John Connor in Terminator: The Sarah Connor Chronicles.

One thought on “Filmkritik: Kaboom
  1. Oh man, warum ich erfahre ich erst jetzt von dem Film. Gregg Araki hat doch gerade erst Enter the Void gemacht.

Comments are closed.