Filmkritik: Flyboys - Helden der Lüfte

Eine Reihe von jungen Amerikanern melden sich freiwillig, um im ersten Weltkrieg als Piloten zu kämpfen. Während die USA selbst noch nicht in den Krieg eingetreten sind, werden die Freiwilligen von der französischen Luftwaffe als Kampfpiloten ausgebildet – und eingesetzt.
Die Gruppe bildet ein eigenes Geschwader, das schon bald die volle Härte des Krieges zu spüren bekommt. Die Erfahrungen in Frankreich schweißt die immer kleiner werdende Gruppe zunehmend zusammen.
Joa… ne. Falls das jetzt spannend klang, lasst Euch nicht täuschen. Spannung kommt in Flyboys nicht wirklich auf. Der Film ist vorschriftsmäßig nach Schema F gestaltet und bietet – außer dem etwas ungewöhnlichen Setting – nichts besonderes.
Die Geschichte ist ziemlich vorhersehbar, ohne überraschende Wendungen. Die obligatorische Liebesgeschichte nervt einfach nur und selbst die Musik empfand ich manchmal als anstrengend. Von klaffenden Realitätslöchern fange ich jetzt garnicht erst an…
Auch die Charaktere sind teilweise schmerzhaft klischeehaft. Insbesondere der Hauptcharakter „Blaine Rawlings“ (James Franco) löste bei mir im Kino spontane Fluchtreflexe aus. Ein arroganter Texaner mit viel zu viel Selbstbewusstsein, der dann aber doch seine guten Seiten hat… hach, wie unerwartet. Auch die Rolle von Jean Reno als Captain Thenault war mehr oder weniger unbedeutend. Schade, denn seit Léon fand ich Jean Reno eigentlich immer cool.
Wobei das auch nicht die Schuld der Schauspieler ist. Sie bringen ihre Charaktere gut rüber, das Drehbuch von Flyboys ließ ihnen wahrscheinlich keine bessere Chance.
Zwischendurch gibt es immer wieder ein wenig Luftkampf-Action. Vielleicht kann sich jemand dafür begeistern, der am Thema interessiert ist – ich fand jedoch auch die Action-Szenen wenig interessant.
Kurzum: Keine Spannung, nichts neues, muss man sich nicht angucken.
Informationen
Schulnote: 5
Kinostart: 10. Mai 2007
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2006 (Cannes)
Regie: Tony Bill
Drehbuch: Phil Sears & Blake T. Evans und David S. Ward
Offizielle Homepage: www.flyboys-derfilm.de
IMDb: Flyboys (2006)
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Aber das Poster sieht cool aus ;)
Kommentar von Cornelius — 2. Mai 2007 @ 8:34
Na das ist doch das Wichtigste… *g*
Das ist übrigens das US-Poster, nicht das Deutsche.
Kommentar von Flo — 2. Mai 2007 @ 11:40
[…] bekannte Namen für Im Tal von Elah gewinnen. In Nebenrollen findet man auch noch James Franko (Flyboys, Spiderman 3) als Sgt. Dan Carnelli und Josh Brolin (Planet Terror) als Chief Buchwald. Den Rest […]
Pingback von Filmkritik: Im Tal von Elah (In the Valley of Elah) « Kreativrauschen — 8. März 2008 @ 20:34
[…] In diesem Fall kam eine Panavision Genesis zum Einsatz. Das ist die gleiche Kamera, die auch bei Flyboys, Superbad und Planet Terror verwendet wurde. Sie kann allerdings nur eine Auslösung von […]
Pingback von Filmkritik: Tödliche Entscheidung (Before the Devil Knows You’re Dead, 2007) « Kreativrauschen — 5. April 2008 @ 18:36
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