Ein kritischer Blick auf die "Sauerlandbomber"

Man kann es nicht häufig genug sagen: Die offizielle Geschichte um die angeblich brandgefährliche Terroristenzelle, die im Sauerland festgenommen wurde, hat zahllose zweifelhafte Komponenten – harmlos ausgedrückt.

Das Deutschlandradio hat sehr ausführlich zusammengetragen, was an dieser Geschichte alles nicht stimmt. Und fragt sich auch gleich, warum alle Medien so brav unkritisch alle Informationen von BKA & Co einfach nachgeplappert haben.

Beispielsweise war der Sprengstoff, den die drei zusammenmischen wollten, aufgrund seiner Instabilität für Anschläge eigentlich total unpraktikabel. Die drei wussten wahrscheinlich auch über Monate hinweg, dass sie observiert wurden und verhielten sich „geradezu grotesk auffällig“. Die Zünder wurden von einem CIA-Kontakt geliefert und geistliche Führung erhielt die Zelle von einem Informanten des Verfassungsschutzes. Und die Existenz der angeblichen Al-Kaida-Mutterzelle, der Islamischen Djihad Union (IJU), wird von diversen – teils auch behördlichen – Stellen bezweifelt.

Meine Güte.

Die Sendung „Ein Käfig voller Enten“ enthält noch mehr spannende Details, beispielsweise wie die drei Möchtegernterroristen ihren angeblich so geschickten Beobachtern die Reifen aufschlitzten. Also unbedingt anhören. Oder das Manuskript lesen.

(via Fefe)

3 thoughts on “Ein kritischer Blick auf die "Sauerlandbomber"
  1. Wann stehen eigentlich die Hintermänner und Anstifter solcher Terroranschläge vor Gericht? Die sind viel gefährlicher, als die Trottel, die vorgeschoben werden, die alleine einen Terroranschlag weder geplant, noch ausgeführt bekämen.

    Solange diese Anstifter aus Geheimdienstkreisen nicht hinter Schloss und Riegel sitzen, habe ich Angst, dass sie irgendwann mal einen Anschlag inszenieren, der funktioniert, wie in Londan, Madrid, New York.

    Keine Rechtsfreien Räume für Politiker, Geheimdiestler, Polizeibeamte und V-Leute (IM)!!

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