Filmkritik: Das Haus der Dämonen (The Haunting in Connecticut)

The Haunting in Connecticut - Poster

Um mit ihrem krebskranken Sohn Matt (Kyle Gallner) näher am behandelnden Krankenhaus wohnen zu können, zieht die Familie Campbell in ein altes Haus in Connecticut. Durch ihre finanziell angeschlagene Lage haben sie bei der Auswahl des Hauses keinen großen Spielraum und mieten schließlich ein sehr schönes, aber verdächtig günstiges Haus.

Schon bald nach dem Einzug beginnt Matt fremde Gestalten zu sehen. Zuerst denkt er, die Chemotherapie würde Halluzinationen verursachen, aber mit der Zeit rücken die Erscheinungen der Familie immer näher…

Rezension

Das Haus der Dämonen (Originaltitel: The Haunting in Connecticut)ist ein ziemlich stereotypischer Horrorfilm. Das Schema wurde schon tausendmal durchgekaut und auch in der Ausgestaltung der Details zeigt Das Haus der Dämonen wenig Innovation.

Seine meiste Energie bezieht der Film aus zahlreichen Schockeffekten. Was für Zuschauer wie mich, die solche „Jump-Scenes“ einfach nur hassen, eigentlich eher kontraproduktiv ist. Sie verbreiten schließlich keine angenehme Grusel-Atmosphäre, sondern zielen nur auf das Erschrecken ab. Und das merkt man als Zuschauer auch sofort. Andauernd ist klar: Da wird gerade wieder ein Schocker aufgebaut.

In Sachen schöner unheimlicher Atmosphäre hat Das Haus der Dämonen hingegen nicht viel zu bieten. Die Gruselmomente abseits der Schocker wirken meist zu standardmäßig als dass sie wirklich Wirkung zeigen würden. Erst gegen Ende hin wird der Film ganz nett, als die Schocker seltener werden und mehr auf die Geschichte hinter dem Spuk eingegangen wird.

Pure Langeweile wurde auch durch die ach so dramatische Geschichte rund um den krebskranken Sohn erzeugt. Es ist eine ganz nette Idee, Familiendrama und Horror zu verbinden, aber im Fall von Das Haus der Dämonen funktioniert es insgesamt gesehen nicht wirklich gut. Das Konstrukt bietet zwar ein paar schöne Möglichkeiten, beispielsweise wenn Matt sich zu Beginn nicht traut von dem Spuk zu berichten, weil er Angst hat wegen Halluzinationen als Nebenwirkung aus seiner Therapie geworfen zu werden. Insgesamt zeigt das Drama aber kaum Wirkung.

Fazit

Wer es genießen kann mit recht offensichtlichen Mitteln erschreckt zu werden, der könnte an Das Haus der Dämonen seine Freude haben. Alle anderen verbringen wahrscheinlich mehr Zeit damit genervt zu sein oder sich die Augen zuzuhalten.

Übrigens

Der Originaltitel von Das Haus der Dämonen ist mit The Haunting in Connecticut zwar nicht ganz so platt wie der deutsche Titel, aber auch nicht gerade bedeutend besser.

Sara Campbell wird von Virginia Madsen gespielt, die man vielleicht aus The Astronaut Farmer kennt. Martin Donovan spielt Peter Campbell und hat auch eine Nebenrolle in Weeds. Matts Schwester wird von Amanda Crew (Sex Drive) gespielt.

Informationen

IMDb: The Haunting in Connecticut (2009)
Regie: Peter Cornwell

3 thoughts on “Filmkritik: Das Haus der Dämonen (The Haunting in Connecticut)
  1. Ich selber fande das Buch nach den ersten 50 Seiten eher uninteressant und habe es weggelegt…

  2. Die meisten Horrorfilme ähneln sich ja im Aufbau und der Handlung und unterscheiden sich nur in wenigen Details voneinander. Es überrascht mich somit nicht wirklich, dass „Haus der Dämonen“ hierbei keine Ausnahme ist. Richtig gute Horrorfilme gibt es nur sehr wenige.

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